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Finanzierung
SO KOMMEN SIE ZU IHREM EIGENTUM

Grundvoraussetzungen:
 

Zuerst benötigen Sie (oder Ihr Partner oder auch Bürge) ein Einkommen, das die Rückzahlung der Ausleihung zuläßt.

Dann müssen bereits gewisse Eigenmittel vorganden sein. Als Richtwert können Sie ca. 30% der Finanzierungssumme annehmen.

Natürlich sollten Ihre finanziellen Verhältnisse so geordnet sein, daß auch früher keine Beanstandungen (unbezahlte Kredite u.ä.) erfolgt sind.

 

Varianten:
 

Es gibt neben dem Euro-Kredit (früher: Schilling-Kredit) natürlich bei (fast) jedem Bankinstitut verschiedene Möglichkeiten - z.B.: Yen- oder Franken-Kredit (= Fremdwährungskredit).

Wenn Sie sich für einen Fremdwährungskredit interessieren, ist es wesentlich, daß Sie zu einem attraktiven Kurs einsteigen. Ist der Kurs hoch, bekommen Sie viele Euro für die geborgten Franken und Yen. Ist der Kurs niedrig, verhält es sich umgekehrt, und Sie müssen mehr Franken und Yen aufnehmen, um zu Ihrem Euro-Zielbetrag zu kommen.

Lassen Sie sich nicht von Lockangeboten bei Euro-Krediten täuschen. Die angebotenen Konditionen halten oft nur wenige Jahre, danach wird es empfindlich teurer. Was nützt es bei einem Kredit mit 20-25jähriger Laufzeit, wenn die ersten beiden Jahre billig sind?

Ähnlich ist die Situation beim Bauspardarlehen. Wußten Sie, daß die Zinsobergrenze beim Bauspardarlehen gar nicht garantiert ist? Die Bausparkassen können mit Zustimmung des Finanzministers die Darlehenszinsen einseitig erhöhen - auch bei bereits bestehenden Verträgen!

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie mit einem Fremdwährungskredit leben können, entscheiden Sie sich trotzdem für einen Kreditvertrag mit Mehrwährungsoption. Nützen Sie Ihn im Euro aus. Für den Fall, daß die Zinsen in Euroland steigen, haben Sie so die Möglichkeit, in eine zinsgünstige Fremdwährung zu flüchten.

 

Tilgung , Kosten und Versicherung:
 

Die Tilgung erfolgt entweder durch laufende Rückzahlung zusammen mit den Zinsen oder durch einen endfälligen Tilgungsträger.

Die Aufgabe eines Tilgungsträgers besteht, wie der Name schon sagt darin, einen Kredit zu tilgen. Man setzt also die Tilgung des Kredites aus, und bespart statt dessen einen Tilgungsträger. Zu Ende der Laufzeit, meistens sind das 20-25 Jahre, wird der Tilgungsträger fällig, und tilgt mit seiner Auszahlung den Kredit.
Aber das macht nur Sinn, wenn die Rendite des Tilgungsträgers höher ist, als die Zinsen, die für die Ausleihung bezahlt werden müssen!

An Kosten müssen Sie berücksichtigen:
Bearbeitungsgebühr, Pfandbestellungsurkunde, Rechtsgeschäftsgebühr, Devisenkommission, Notargebühren, Provisionen der Finanzierung.
Rechnen Sie mit einmalig ca. 10-12% des Kreditbetrages.

Sie werden auch die eine und andere Versicherung benötigen.
Hier sei stellvertretend nur die Feuerversicherung (besser nimmt man eine Eigenheim-Komplett-Versicherung) und die Lebensversicherung genannt.

 

Checkliste:
 

Damit wir Ihnen helfen können sollten Sie

  1. prüfen, ob die Grundvoraussetzungen für Sie zutreffen - und wenn das so ist


  2. folgende Unterlagen vorbereiten:
    • Lohnbestätigung bzw. Einkommensteuererklärung
    • Ausweiskopie
    • Fotos der Liegenschaft
    • falls vorhanden: Grundbuchauszug der angebotenen Sicherstellung
    • falls vorhanden: Kaufvertragsentwurf bzw. Kaufangebot
    • falls vorhanden: Baupläne
    • bei bestehenden Krediten: Kreditverträge, Restschuldbestätigungen
    • bei Unterhaltsverpflichtungen: Gerichtsurteil
    • bei Leasingverträgen: Leasingvertrag

  3. und sich für ein persönliches Beratungsgespräch in unserer Kanzlei bzw. bei unserem Partner anmelden.

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